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Kampagne: "Fleisch-Frei-Tag"


Hintergrund

Der Globale Fleisch-Wahnsinn

Der Skandal um Dioxin-verseuchtes Geflügel und Schweine-fleisch in Deutschland hat den Konsumenten wieder einmal vor Augen geführt, dass Billigfleisch in den Supermärkten seinen Preis hat. Das krebserregende Dioxin war in die Nahrungskette gelangt, weil Futtermittel für Tiere mit billigem, chemisch belastetem Industriefett gepanscht waren. In der industriali-sierten Landwirtschaft ist der Preisfaktor mittlerweile zur bestim-menden Maxime in der Lebensmittelproduktion geworden
- mit verheerenden Folgen!


Der ständig steigende Fleischbedarf hat die Viehzucht zu einer globalisierten Industrie gemacht. Wenn etwa Rinder in Brasilien gehalten, mit Soja aus Indien gefüttert, nach Frankreich verschifft, in Österreich als Burger verspeist werden, hat das neben gesundheitlichen Risiken auch massive Auswirkungen auf den Klimawandel. Mehr als 18 Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes, der für den Treibhauseffekt verantwortlich ist, stam-men aus der industriellen Massentierhaltung. In den letzten vier Jahrzehnten hat sich der weltweite Fleischkonsum vervierfacht. Bis 2050, so Schätzungen, wird er sich nochmals verdoppeln, denn die neuen Mittelschichten in Schwellenländern wie China und Indien sind ebenfalls auf den Fleischgeschmack gekommen.

Quelle: ORF Weltjournal vom 12.01.2011


Wasser - der verschwendete lebenswichtige Rohstoff

Für die Produktion von einen Kilogramm Kartoffeln werden etwa 900 Liter Wasser gebraucht – für einen Kilogramm Rindfleisch 15.500 Liter (UNESCO IHE Institute for Water Education). Das würde für die tägliche Dusche eines ganzen Jahres leicht ausreichen. (World Watch Institute) Bei einer ausreichenden Ernährung mit 80% pflanzlicher Nahrung und 20% Fleischanteil beträgt der Wasserverbrauch pro Jahr 1300 Kubikmeter, bei einer rein vegetarischen Ernährung nur rund die Hälfte.



Was können wir tun?

Als erstes unser Konsumverhalten überdenken! Wann bzw. wie oft kommt in der Woche Fleisch auf den Tisch oder Wurst in die Semmel?

Vielleicht hilft hier als erster Ansatz, eine alte katholische Tradi-tion unter anderem Vorzeichen neu aufleben zu lassen:

Freitag = Kein Fleischtag

Was früher das Karfreitagsgeschehen als Hintergrund hatte, kann heute, angesichts des tierischen Leids in der Massen-tierhaltung und den Schlachthöfen bzw. der gesamten Umwelt-problematik einen ganz neuen und konkreten Sinn bekommen.

Fernziel ist dabei die Reduzierung auf Fleischgerichte etwa ein mal in der Woche sein. Dies raten uns nicht nur Ärzte und Gesundheitsexperten, auch die Umwelt wird es uns danken. Eine Reduktion der Fleischproduktion bedeutet, weniger Verlust des tropischen und subtropischen Regenwaldes, weniger Methanausstoß in die Atmosphäre, freiwerdende Anbauflächen für Getreide und Gemüse, statt für Futtermittel, geringere Vertreibung indigener Völker aus ihren angestammten Arealen, sparsamerer Umgang mit der lebenswichtigen Ressource Wasser uvm.

Sicher klappt es nicht gleich auf einen Schritt. Es ist wichtig, das Bewußtsein zu bekommen, was mit der Wurstsemmel, dem Schnitzel oder Schweinsbraten, welchen ich zu essen gedenke, verbunden ist.

Jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt, und der kann sein, einen Tag pro Woche bewusst auf jegliches Fleisch zu verzichten. Mittun ist also ganz einfach, kostet nichts und schont eigentlich dazu noch die Brieftasche.