Endlich Schluss mit "lustig" ... oder: Fleisch lass sein!

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Christian
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Endlich Schluss mit "lustig" ... oder: Fleisch lass sein!

Beitrag von Christian » Do Jun 18, 2020 1:59 pm

Wenn Sie das nächste Mal ein Kalbsschnitzel in einem Lokal bestellen, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass das Fleisch auf Ihrem Teller aus den Niederlanden kommt. Gekennzeichnet ist das meist nicht, in der Gastronomie muss die Herkunft bisher nicht ausgewiesen werden. Für die ORF-"Schauplatz"-Reportage "Wo das Schnitzel herkommt" haben sich Nora Zoglauer und Alfred Schwarzenberger angeschaut, woher das Fleisch für Restaurants, Hotels und Großküchen, die Schulen und Krankenhäuser beliefern, kommt und warum es in Österreich dafür keine Kennzeichnungspflicht gibt.

"Wir exportieren jährlich rund 50.000 Kälber zur Mast ins Ausland und importieren das Fleisch von mehr als 100.000 Kälbern", erzählt Zoglauer dem STANDARD. Wie so oft geht es um den Preis – das niederländische Fleisch ist um rund ein Drittel billiger als jenes aus Österreich. Dort herrschen jedoch auch ganz andere Bedingungen für die Tiere. "Bei uns hält sich zum Beispiel die Mär, dass helles Kalbfleisch besser als unser dunkles sei", so Zoglauer. Dabei sei helles Fleisch ein Indiz dafür, dass die Tiere unter einem massiven Eisenmangel leiden und nicht artgerecht gehalten werden. Das sei vielen Menschen nicht bewusst.

Und es fragt sich bei der ganzen Fleischproduktion, was dem sog. Konsumenten überhaupt bewusst ist. Denn allein die Transporte sind kaum zu verkraften - seelisch für uns Unbedarfte, meine ich. Zur Information hier die Doku "Geheimsache Tiertransporte" von ZDF. Ob das Bratl dann das nächste Mal auch noch so gut schmeckt, kann ich nicht garantieren. Zumindest nicht im Restaurant oder beim Wirt, denn dort kommt anscheinend nur Billigstes auf den Tisch.
Wer es ändern will, sollte nun einige Zeit diese Lokale meiden und immer nachfragen, woher die Ware kommt. Am besten jetzt in der Krise, denn dann ist der Druck noch größer, endlich positive Veränderungen zu bewirken.
Ja der Geist ist so geräumig, doch die Welt ist so beschränkt.(verändert, nach W. Busch)

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