{"id":1050,"date":"2016-01-06T18:02:14","date_gmt":"2016-01-06T17:02:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.laiensalvatorianer.at\/spiritual\/?p=1050"},"modified":"2016-01-06T18:04:15","modified_gmt":"2016-01-06T17:04:15","slug":"die-legende-vom-4-koenig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.laiensalvatorianer.at\/spiritual\/die-legende-vom-4-koenig\/","title":{"rendered":"Die Legende vom 4. K\u00f6nig"},"content":{"rendered":"\n\n<div class=\"kk-star-ratings kksr-auto kksr-align-right kksr-valign-top\"\n    data-payload='{&quot;align&quot;:&quot;right&quot;,&quot;id&quot;:&quot;1050&quot;,&quot;slug&quot;:&quot;default&quot;,&quot;valign&quot;:&quot;top&quot;,&quot;ignore&quot;:&quot;&quot;,&quot;reference&quot;:&quot;auto&quot;,&quot;class&quot;:&quot;&quot;,&quot;count&quot;:&quot;0&quot;,&quot;legendonly&quot;:&quot;&quot;,&quot;readonly&quot;:&quot;&quot;,&quot;score&quot;:&quot;0&quot;,&quot;starsonly&quot;:&quot;&quot;,&quot;best&quot;:&quot;5&quot;,&quot;gap&quot;:&quot;5&quot;,&quot;greet&quot;:&quot;Rate this post&quot;,&quot;legend&quot;:&quot;0\\\/5 - (0 votes)&quot;,&quot;size&quot;:&quot;24&quot;,&quot;title&quot;:&quot;Die Legende vom 4. 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Der vierte K\u00f6nig trug drei kostbare Edelsteine mit sich. Die anderen, das wei\u00df jedes Kind, hatten Weihrauch, Gold und Myrrhe bei sich, so will es die \u00dcberlieferung.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: comic sans ms,sans-serif;\">Der Weg des vierten K\u00f6nigs trennt sich sehr bald von den drei anderen. In ihm brannte eine tiefe Sehnsucht, dem neugeborenen K\u00f6nig zu begegnen. Er reitet als letzter, ganz in seinen Wunschtraum versunken.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: comic sans ms,sans-serif;\">Unterwegs am Stra\u00dfenrand, gleichsam in der Gosse, findet er ein nacktes Kn\u00e4blein, dass aus f\u00fcnf Wunden blutet und dem Tode nahe ist. Der vierte K\u00f6nig hebt es auf, bringt es in ein Dorf, wo das Kind niemand kennt. Der junge K\u00f6nig hatte es sogleich lieb gewonnen, dass er es einer guten Frau zur Pflege gab. Und bei ihr l\u00e4sst er einen Edelstein zur\u00fcck, damit die Kosten f\u00fcr die Pflege des Kindes gesichert sind.<\/span><!--more--><\/p>\n<p><span style=\"font-family: comic sans ms,sans-serif;\">Die anderen K\u00f6nige sind inzwischen weitergezogen, ihrem Stern folgend. Sie hatten das schutzlose Kind in der Gosse nicht wahrgenommen, so waren sie auf &#8222;ihren&#8220; Stern fixiert.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: comic sans ms,sans-serif;\">Der vierte K\u00f6nig macht sich auf den Weg und eines Tages erblickt er den Stern wieder und eilt ihm nach. Seine Sehnsucht, den Heiland der Welt zu finden, ist gro\u00df und zugleich geht ihm das Kind mit seinen f\u00fcnf Wunden nicht aus dem Sinn.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: comic sans ms,sans-serif;\">In einer Stadt trifft er auf einen Leichenzug. Weinende Kinder trauern um ihren Vater, zusammen mit der Mutter. Dieser war hoch verschuldet gestorben und die Kinder sollten zur Tilgung seiner Schuld als Sklaven verkauft, die Familie auseinander gerissen werden. Niemand fand sich bereit, f\u00fcr ihre Schulden aufzukommen. Ein weiterer Edelstein des vierten K\u00f6nigs erspart ihnen dieses Schicksal: &#8222;Bezahlt damit, was ihr schuldig seid und kauft euch Haus und Hof und Land, damit ihr und eure Kinder eine Heimat habt.&#8220;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: comic sans ms,sans-serif;\">Kaum hatte er das gesagt, da schwang sich der K\u00f6nig auf sein Pferd und reitet dem Stern entgegen. Doch der Stern war wie erloschen, tage- und wochenlang sucht und forscht er nach ihm. Und er wurde ganz traurig. Er bekam Angst, den neugeborenen K\u00f6nig nun nie mehr zu finden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: comic sans ms,sans-serif;\">Er kam durch ein fremdes Land. Krieg w\u00fctete dort, Leid, Elend und Blut bedeckten die Erde und die Herzen der Menschen. In einem Dorf hatten die Soldaten die Bauern auf einem Platz zusammengetrieben. Eines grausamen Todes sollten sie sterben. In den H\u00fctten schrieen die Frauen voller Entsetzen und die Kinder wimmerten vor Angst.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: comic sans ms,sans-serif;\">Seinen letzten Edelstein setzt der vierte K\u00f6nig ein, um die M\u00e4nner des ganzen Dorfes freizukaufen, die, von den Soldaten als Geiseln gefangen, in ihrem Leben bedroht sind.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: comic sans ms,sans-serif;\">M\u00fcde und traurig reitet er weiter. Sein Stern leuchtet nicht mehr. Seine Seele ist angef\u00fcllt mit Gram. Wo war nur der Weg, den er zu gehen hatte, um dem K\u00f6nig der Menschen zu begegnen. Immer und immer wieder rei\u00dft die Not der Menschen ihn aus seinem Traum auf und scheint ihn vom eigentlichen Ziel abzuhalten. Jahrelang wandert er zu Fu\u00df weiter, denn auch noch sein Pferd hatte er zwischenzeitlich verschenkt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: comic sans ms,sans-serif;\">Nichts besa\u00df er mehr. Jetzt musste sogar er selber betteln. Und doch ist er immer wieder bereit, anderen zu helfen: dort tr\u00e4gt er einer alten Frau die zu schwere Last; hier zeigt er einem Schwachen, wie er sich gegen die \u00dcbermacht der St\u00e4rkeren durchsetzen kann; er pflegt Kranke und scheucht sogar einem halbverhungerten Pferd die l\u00e4stigen Fliegen fort.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: comic sans ms,sans-serif;\">Und schlie\u00dflich erlebt er, wie ein Sklave wegen Ungehorsams gegen\u00fcber seinem Herrn als Ruderknecht auf eine Galeere verschickt werden soll: Frau und Kinder m\u00fcssten schutzlos alleine zur\u00fcckbleiben. Seinen Leitstern schien der vierte K\u00f6nig bereits verloren. So bietet er sich selbst an, dem ungehorsamen Sklaven die Freiheit schenkend, als Rudersklave auf dem Schiff zu arbeiten.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: comic sans ms,sans-serif;\">Jahre um Jahre vergingen, er ist alt und grau geworden, als man ihn endlich entl\u00e4sst: untauglich und wertlos f\u00fcr die Welt. Da tr\u00e4umte er eines Nachts von seinem Stern, dem zu folgen er als junger Mann ausgezogen war. Und eine Stimme rief ihm im Traum zu: &#8222;Beeile dich, beeile dich!&#8220;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: comic sans ms,sans-serif;\">Kaum erwacht, brach er noch in der selben Stunde auf. Und als er wieder in die Nacht hinein ausschritt, da leuchtet vor ihm sein Stern. Sein Glanz war rot wie die Sonne des vergangenen Abend. So beeilt er sich und kommt an die Tore einer gro\u00dfen Stadt. In ihren Stra\u00dfen ist l\u00e4rmendes Treiben. Aufgeregte Gruppen von Menschen stehen zusammen, und immer wieder tauchen Soldaten auf, die jene auseinander scheuchen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: comic sans ms,sans-serif;\">Viele ziehen hinaus vor die Mauern. Und dieser Menschenstrom rei\u00dft auch ihn mit. Dumpfe Angst presst ihm die Brust zusammen. Er befindet sich inmitten einer gr\u00f6lenden Menschenmasse, die hinausstr\u00f6mt, um einer Hinrichtung beizuwohnen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: comic sans ms,sans-serif;\">Wird er nur mitgerissen? Geht er, von Neugier getrieben oder von was sonst, mit?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: comic sans ms,sans-serif;\">Und da sieht er ihn auch wieder, seinen Stern, genau \u00fcber dem mittleren Pfahl ist er stehen geblieben. Und er leuchtet hell auf. Es ist dem K\u00f6nig, als schreie der Stern ein letztes Mal auf, um dann zu erl\u00f6schen!<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: comic sans ms,sans-serif;\">Den vierten K\u00f6nig trifft der Blick des Gekreuzigten, und er erkennt in diesem Blick, dass er das Ziel erreicht hatte, zu dem er sein Leben lang unterwegs war: Jesus Christus.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: comic sans ms,sans-serif;\">Alles Leid, alle Qual der Erde musste dieser Mensch in sich gesogen haben, so empfindet der K\u00f6nig seinen Blick. Aber auch alle G\u00fcte und eine grenzenlose Liebe atmet aus seiner Gestalt, die noch in der Entstellung des Schmerzes sch\u00f6n und voller W\u00fcrde ist. Seine H\u00e4nde sind wegen der N\u00e4gel in den Handgelenken gekr\u00fcmmt und doch leuchtet es wie ein Strahlen aus diesen H\u00e4nden, wie eine geheimnisvolle Kraft, die von dort ausgeht.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: comic sans ms,sans-serif;\">Der vierte K\u00f6nig kommt rechtzeitig zum H\u00f6hepunkt: der Hinrichtung. Der vierte K\u00f6nig sinkt in die Knie und streckt IHM, dem K\u00f6nig \u00fcber Zeit und Ewigkeit, seine leeren H\u00e4nde zum Kreuz entgegen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: comic sans ms,sans-serif;\">Da fallen, so lehrt uns die Legende, drei Tropfen Blut in die offenen H\u00e4nde des vierten K\u00f6nigs. Sie sind leuchtender als seine drei Edelsteine.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">Eine Legende aus Russland<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Urspr\u00fcnglich machten sich vier K\u00f6nige, nicht deren drei, auf den Weg, den ihnen der Stern wies. 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