{"id":1424,"date":"2017-04-28T09:00:10","date_gmt":"2017-04-28T08:00:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.laiensalvatorianer.at\/spiritual\/?p=1424"},"modified":"2017-04-28T07:48:04","modified_gmt":"2017-04-28T06:48:04","slug":"die-salvatorianische-familie-ein-ungewoehnlicher-blick-aus-der-perspektive-des-dritten-zweiges-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.laiensalvatorianer.at\/spiritual\/die-salvatorianische-familie-ein-ungewoehnlicher-blick-aus-der-perspektive-des-dritten-zweiges-2\/","title":{"rendered":"Die Salvatorianische Familie \u2013 ein ungew\u00f6hnlicher Blick aus der Perspektive des dritten Zweiges"},"content":{"rendered":"\n\n<div class=\"kk-star-ratings kksr-auto kksr-align-right kksr-valign-top\"\n    data-payload='{&quot;align&quot;:&quot;right&quot;,&quot;id&quot;:&quot;1424&quot;,&quot;slug&quot;:&quot;default&quot;,&quot;valign&quot;:&quot;top&quot;,&quot;ignore&quot;:&quot;&quot;,&quot;reference&quot;:&quot;auto&quot;,&quot;class&quot;:&quot;&quot;,&quot;count&quot;:&quot;0&quot;,&quot;legendonly&quot;:&quot;&quot;,&quot;readonly&quot;:&quot;&quot;,&quot;score&quot;:&quot;0&quot;,&quot;starsonly&quot;:&quot;&quot;,&quot;best&quot;:&quot;5&quot;,&quot;gap&quot;:&quot;5&quot;,&quot;greet&quot;:&quot;Rate this post&quot;,&quot;legend&quot;:&quot;0\\\/5 - (0 votes)&quot;,&quot;size&quot;:&quot;24&quot;,&quot;title&quot;:&quot;Die Salvatorianische Familie \u2013 ein ungew\u00f6hnlicher Blick aus der Perspektive des dritten Zweiges&quot;,&quot;width&quot;:&quot;0&quot;,&quot;_legend&quot;:&quot;{score}\\\/{best} - ({count} {votes})&quot;,&quot;font_factor&quot;:&quot;1.25&quot;}'>\n            \n<div class=\"kksr-stars\">\n    \n<div class=\"kksr-stars-inactive\">\n            <div class=\"kksr-star\" data-star=\"1\" style=\"padding-right: 5px\">\n            \n\n<div class=\"kksr-icon\" style=\"width: 24px; height: 24px;\"><\/div>\n        <\/div>\n            <div class=\"kksr-star\" data-star=\"2\" style=\"padding-right: 5px\">\n            \n\n<div class=\"kksr-icon\" style=\"width: 24px; height: 24px;\"><\/div>\n        <\/div>\n            <div class=\"kksr-star\" data-star=\"3\" style=\"padding-right: 5px\">\n            \n\n<div class=\"kksr-icon\" style=\"width: 24px; height: 24px;\"><\/div>\n        <\/div>\n            <div class=\"kksr-star\" data-star=\"4\" style=\"padding-right: 5px\">\n            \n\n<div class=\"kksr-icon\" style=\"width: 24px; height: 24px;\"><\/div>\n        <\/div>\n            <div class=\"kksr-star\" data-star=\"5\" style=\"padding-right: 5px\">\n            \n\n<div class=\"kksr-icon\" style=\"width: 24px; height: 24px;\"><\/div>\n        <\/div>\n    <\/div>\n    \n<div class=\"kksr-stars-active\" style=\"width: 0px;\">\n            <div class=\"kksr-star\" style=\"padding-right: 5px\">\n            \n\n<div class=\"kksr-icon\" style=\"width: 24px; height: 24px;\"><\/div>\n        <\/div>\n            <div class=\"kksr-star\" style=\"padding-right: 5px\">\n            \n\n<div class=\"kksr-icon\" style=\"width: 24px; height: 24px;\"><\/div>\n        <\/div>\n            <div class=\"kksr-star\" style=\"padding-right: 5px\">\n            \n\n<div class=\"kksr-icon\" style=\"width: 24px; height: 24px;\"><\/div>\n        <\/div>\n            <div class=\"kksr-star\" style=\"padding-right: 5px\">\n            \n\n<div class=\"kksr-icon\" style=\"width: 24px; height: 24px;\"><\/div>\n        <\/div>\n            <div class=\"kksr-star\" style=\"padding-right: 5px\">\n            \n\n<div class=\"kksr-icon\" style=\"width: 24px; height: 24px;\"><\/div>\n        <\/div>\n    <\/div>\n<\/div>\n                \n\n<div class=\"kksr-legend\" style=\"font-size: 19.2px;\">\n            <span class=\"kksr-muted\">Rate this post<\/span>\n    <\/div>\n    <\/div>\n<h3><span style=\"font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\">Teil 2: Leben in der Gegenwart \u2013 Was ist heute wichtig?<\/span><\/h3>\n<p><span style=\"font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\">Schauen wir aus dem Fenster, dann m\u00fcssen wir akzeptieren, dass unsere Welt ein sich st\u00e4ndig drehender Ball ist. Wissenschaft, Technik und Wirtschaft \u00fcberraschen uns t\u00e4glich mit neuen Erkenntnissen. Unsere Welt wurde \u201ekleiner\u201c \u2013 aber gleichzeitig stiegen die Herausforderungen und Aufgaben um ein Vielfaches.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\">Eine der gr\u00f6\u00dften heutigen Herausforderungen ist es, Mittel und Wege zu finden, den Menschen das Evangelium oder den Glauben in einer Form nahezubringen, der von ihnen auch verstanden wird \u2013 und den sie annehmen k\u00f6nnen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\"><a href=\"http:\/\/www.laiensalvatorianer.at\/spiritual\/?attachment_id=1426\" rel=\"attachment wp-att-1426\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-1426\" src=\"http:\/\/www.laiensalvatorianer.at\/spiritual\/wp-content\/uploads\/Hamsterrad-203x300.png\" alt=\"\" width=\"203\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.laiensalvatorianer.at\/spiritual\/wp-content\/uploads\/Hamsterrad-203x300.png 203w, https:\/\/www.laiensalvatorianer.at\/spiritual\/wp-content\/uploads\/Hamsterrad.png 439w\" sizes=\"auto, (max-width: 203px) 100vw, 203px\" \/><\/a>Ein Gro\u00dfteil der Menschen wird heute mit wichtigen und unwichtigen Nachrichten, Werbung und vielen M\u00f6glichkeiten der modernen Kommunikation durch den Tag geleitet. In der Arbeitswelt ist der Druck mehr Produkte zu erzeugen, ohne das diese mehr kosten d\u00fcrfen, st\u00e4ndig am Steigen. In einigen Bereichen werden immer mehr Menschen gezwungen \u00dcberstunden zu machen, in anderen herrscht Stagnation oder Rezession \u00fcber Wochen, Monate oder l\u00e4nger. Immer mehr Menschen leiden unter Zukunftsangst, ausgel\u00f6st durch Berichte \u00fcber Arbeitsplatzverlust, Einsparungen, Kurzarbeit, usw. Aus der Ferne sieht dies Alles f\u00fcr manche nach einem gro\u00dfem Gewinn aus. Aus der N\u00e4he betrachtet erkennt man aber, das Alle \u2013 ohne Ausnahme &#8211; sich in einer Art gro\u00dfem Hamsterrad befinden, nur eben auf verschieden Arten.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\">Die allgemeine Uners\u00e4ttlichkeit an Macht und Geld war schon lange nicht so ausgepr\u00e4gt wie heute. Unser angeborener Jagdinstinkt hetzt uns von einem Ereignis zum n\u00e4chsten. Schon die Schule produziert \u00fcberwiegend nur mehr funktionierende Individuen, die von der Gesellschaft (Wirtschaft\/Industrie) gebraucht werden. Die Mehrzahl der Leute agieren wie Roboter in einem Korsett bestehend aus Arbeit, w\u00e4hrend Wirtschaft und Industrie alle Anstrengungen unternehmen, diesen Zustand zu unterst\u00fctzen und auszubauen. Lohndumping und R\u00fccknahme bzw. Abbau des Sozialstaates sind Zeichen eines wieder erstarkten Kapitalismus, der die Menschen ausbeutet und zu Maschinen degeneriert.<!--more--><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\">Schaut man auf Teile unserer Zivilgesellschaft, so kann man den Eindruck gewinnen, dass sie wie die ber\u00fchmte Ziege hinter der Karotte herlaufen, die an einer Stange vor ihrer Nase befestigt ist. Einige unterwerfen sich dieser Realit\u00e4t, so sie ausreichend verschiedene Annehmlichkeiten erhalten. Andere m\u00fcssen t\u00e4glich unter unvorstellbaren Bedingungen ihr Leben fristen und ums \u00dcberleben k\u00e4mpfen. Wie man es auch betrachtet, beide Seiten agieren, als w\u00e4ren sie auf Droge oder hypnotisiert. Manche versuchen aus diesem System auszusteigen, indem sie resignieren, teilweise drogenabh\u00e4ngig werden, oder in die Isolation abgleiten. Menschen jeder Altersstufe sind davon betroffen und ziehen sich auf ihre Wohnung oder gar ihr Zimmer zur\u00fcck, brechen fast vollst\u00e4ndig jeden Sozialkontakt ab.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\">Falls Sie sich nun fragen, was das Alles mit dem Thema: \u201eDer Heilige Geist in unserem Leben\u201c zu tun hat, kann ich darauf nur antworten, dass dies eine der Kardinalfragen unserer Zeit ist: Wo haben wir unsere Seele in unserem Alltag verloren?<\/span><\/p>\n<h4><span style=\"font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif; color: #b80000;\">Dazu eine kleine Geschichte:<\/span><\/h4>\n<p><span style=\"font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\">Eine Gruppe von Bergsteigern war im Gebiet des Himalayas unterwegs. Die Gruppe bestand aus einigen westlichen Bergsteigern und einheimischen Sherpas, die sie als Lastentr\u00e4ger engagiert hatten. Mit mutigen Schritten suchten sich die Bergsteiger ihren Weg, und die Sherpas folgten ihnen. Auf einmal und pl\u00f6tzlich unvorbereitet stoppten die Sherpas, nahmen ihr Gep\u00e4ck ab und setzten sich nieder.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\">Die v\u00f6llig \u00fcberraschten Bergsteiger verstanden nicht was jetzt geschehen war, gingen zu den Sherpas zur\u00fcck und fragten besorgt: \u201eIst etwas passiert, hat jemand von Euch einen Unfall gehabt? Hat sich jemand verletzt?\u201c \u2013 \u201eIst das Gewicht der Tragen zu hoch oder ist sonst etwas schief gegangen?\u201c \u2013\u201eWas ist der Grund f\u00fcr das pl\u00f6tzliche Anhalten hier im Nirgendwo?\u201c<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\">Einer der Sherpas schaute auf die fragenden Gesichter der westlichen Bergsteiger und antwortete: \u201eWir m\u00fcssen jetzt ein wenig warten, damit unsere Seelen und wieder folgen k\u00f6nnen!\u201c<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\">Genau das ist es, was in unserer heutigen westlichen Gesellschaft und jenen damit verbundenen auf anderen Kontinenten geschieht. Aber das ist nicht nur ein Ph\u00e4nomen unserer Zeit.<\/span><\/p>\n<h4><span style=\"font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif; color: #b80000;\">Damals &#8230;<\/span><\/h4>\n<p><span style=\"font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\">Lassen Sie uns in der Geschichte zur\u00fcckgehen und treffen wir dort den jungen Johann Baptist Jordan. Sein sozialer Hintergrund war sicher nicht so, dass man ihn weitl\u00e4ufig als beg\u00fctert bezeichnen k\u00f6nnte. Soweit wir wissen, war er nicht nur einmal, in dem, seinem Geburtsort Gurtweil nahegelegenen Fluss namens Schl\u00fccht, fischen, anstatt die Schulbank zu dr\u00fccken. Dies geschah nicht nur zum Spa\u00df, sondern sollte den k\u00e4rglichen Tisch zu Hause etwas bereichern. W\u00e4hrend seiner Lehrjahre, als Geselle auf der Walz, oder als er beim Bau der Eisenbahn arbeitete und sp\u00e4ter beim Milit\u00e4r, kam er in unmittelbaren Kontakt mit den echten t\u00e4glichen Sorgen und N\u00f6ten der einfachen Bev\u00f6lkerung. Jenen Teil der Gesellschaft, die fast \u00fcberall die Mehrheit darstellt. Im damaligen industriellen Zeitalter gesellte sich zu der materiellen Not auch die seelische. Denn wer t\u00e4glich bis zu 16 Stunden arbeiten musste, um seine n\u00f6tigsten Bed\u00fcrfnisse zu stillen, hatte wirklich keinerlei Interesse an philosophisch\/theologischen Fragen. Der Besuch der Sonntagsmesse reichte nicht aus, dieses Defizit zu befriedigen. Gerade die Fragen des gegenw\u00e4rtigen Lebens waren anderer Natur, als jene, die von der offiziellen Kirche verfolgt wurden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\">Zu gro\u00df war der Druck von Staat, Kirche und Gesellschaft auf die Menschen einfachen Standes und die sogenannte \u201egottgewollte Ordnung\u201c musste aufrechterhalten und durfte nicht hinterfragt werden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\">Unter diesen Lebensbedingungen, mit den verschiedenen sozialen Spannungen, erkannte Johann Baptist Jordan nicht nur seine Berufung von Gott Priester zu werden, sondern auch, dass die Menschen Zuneigung und Ermutigung brauchten, welche Antworten auf ihre wahren Bed\u00fcrfnisse und Fragen gaben. Und wie unterschiedlich diese Fragen auch waren, so unterschiedlich, ja universal musste das Werk in Jordans Visionen sein, welches darauf Antwort geben sollte.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\">Diese eigene spirituelle Vision, die in P. Jordan heran gereift war, fand eine entsprechende Zustimmung nur bei ausgew\u00e4hlten Zeitgenossen. Auch die Kirche als Institution hatte eine negative Auffassung von solch neuen und revolution\u00e4ren Ideen, was P. Jordan sehr schmerzhaft mit bitteren R\u00fcckschl\u00e4gen und erzwungenen \u00c4nderungen erfahren musste.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\">Wie auch immer, wenn wir heute zur\u00fcck sehen, k\u00f6nnen wir in allen Bem\u00fchungen P. Jordans das Wirken des Hl. Geistes erkennen \u2013 und auch, dass dieser sich nicht durch menschliche Regulierungen und Begrenzungen bezwingen l\u00e4sst. P. Jordan verfolgte sein Ziel so gut als er konnte, wissend, dass seine Anstrengungen nur der Anfang eines umfangreichen Prozesses waren. Dies spiegelt sich in einem seiner letzten Worte wider:<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\">\u201eAndere werden kommen, sich unserer Leiden erinnern und unsere Arbeit fortsetzen.\u201c<\/span><\/p>\n<h4><span style=\"font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif; color: #b80000;\">&#8230; und heute?<\/span><\/h4>\n<p><span style=\"font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\">Heute sind wir mit der Herausforderung konfrontiert, das Evangelium&nbsp; in einer Welt zu verk\u00fcnden, die \u00e4hnliche Anforderungen stellt, wie zu P. Jordan\u2019s Zeiten \u2013 aber die Sprache hat sich ver\u00e4ndert. Die Menschen sind noch immer auf der Suche nach Antworten auf die brennenden Fragen ihres Lebens und ihrer Zeit. Allerdings werden putzige Phrasen oder liebe Worte allein nicht weiter helfen, denn diese h\u00f6ren sich nur antiquiert und unrealistisch an und ber\u00fchren nicht wirklich die Herzen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\">Die Kirche \u2013 damit sind wir als Volk der Gl\u00e4ubigen gemeint \u2013 muss die Realit\u00e4t des t\u00e4glichen Lebens ins Auge fassen und darauf Antworten finden. Die Salvatorianische Spiritualit\u00e4t mit der ihr eigenen Universalit\u00e4t ist wie ein ma\u00dfgeschneidertes Werkzeug daf\u00fcr geschaffen. Es liegt nur an uns, den Mitgliedern der Salvatorianischen Familie, es in der richtigen Art zu gebrauchen und es als unseren gr\u00f6\u00dften Schatz zu entdecken.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\">Was wir heute ben\u00f6tigen sind Querdenker, Unvoreingenommene und vernetzt Denkende. Mutige selbstst\u00e4ndige Leute, die Konventionen hinterfragen und pr\u00fcfen, ob diese noch relevant sind. Menschen, die dem Papst folgen und die Kirche als etwas Neues entdecken k\u00f6nnen.<\/span><\/p>\n<h3><span style=\"font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\">Glaube \u2013 und was habe ich davon?<\/span><\/h3>\n<p><span style=\"font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\">Eine andere interessante Frage in diesem Zusammenhang ist: Was ist der Wert unseres Glaubens? Was bringt er uns, welchen Gewinn haben wir davon? &#8211; Was habe ich eigentlich davon?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\">Vielleicht klingt das in manchen Ohren wie eine Provokation, aber in einer Welt die zum Gro\u00dfteil von gewinns\u00fcchtiger Raserei, Neid und Voreingenommenheit regiert wird, muss dies ber\u00fccksichtigt werden. Sehen wir uns dazu ein Beispiel an:<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\">In den Achtzigern des letzten Jahrhunderts erwuchs in Europa eine Gegenbewegung zum allgemeinen Mainstream. Einige Leute erkannten, dass ein fortschreitender Prozess des ungebremsten Wachstums nicht das Ma\u00df aller Dinge sein konnte. Eher fr\u00fcher als sp\u00e4ter w\u00fcrden wir damit den Rand des Abgrunds erreichen. Es kam zu Protesten und unter anderem zu einer Besetzung eines Auwaldes, indem ein Staukraftwerk geplant war und der daf\u00fcr zerst\u00f6rt werden sollte. W\u00e4hrend der Verhandlungen mit den Demonstranten und Aubesetzern kristallisierte sich die Frage heraus: Was ist so ein St\u00fcck Natur den eigentlich wert? Welchen Gewinn hat eine Person, wenn ein Frosch im Auwald lebt oder dort eine Weide, Erle oder Pappel w\u00e4chst?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\">Einige einfallsreiche Wissenschaftler und interessierte \u00d6konomen begannen sich f\u00e4cher\u00fcbergreifend mit dieser Frage auseinander zu setzen und den Wert dieser Kreaturen heraus zu finden. Nach einiger Zeit gelang es, unter Einbeziehung verschiedenster Daten, jedem Frosch, jedem Fisch und jedem Baum und Strauch usw. einen ganz bestimmten finanziellen Zahlenwert als \u00c4quivalent zuzuordnen. Damit wurde der Wirtschaft vor Augen gef\u00fchrt, um welche Werte es sich in diesem bis dahin vermeintlich wertlosen Areal handelte. Sowie, dass nachhaltiges Wirtschaften sich nicht nur auszahlt, sondern ein Gebot der Stunde ist.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\">Dieses Beispiel zeigt, dass ein gro\u00dfer Teil unserer zivilen Gesellschaft nur in Zahlen und Geldwerten denkt. Dinge erscheinen wertlos, wenn ihnen nicht ein reeller Zahlenwert zugeordnet werden kann. Allerdings gibt es Dinge, die nicht in Zahlen ausgedr\u00fcckt werden k\u00f6nnen, aber dennoch einen hohen Wert f\u00fcr jeden Menschen besitzen \u2013 hierher z\u00e4hlen beispielsweise eine saubere Umwelt, trinkbares Wasser, gesunde Nahrung, eine gute Ausbildung, Perspektiven f\u00fcr die Zukunft, uvam. Deshalb sind ausreichende Lebensgrundlagen und Entwicklungsm\u00f6glichkeiten &#8211; auch psychische &#8211; so wichtig, weil diese den Wert der gesamten Bev\u00f6lkerung heben und jeder etwas davon hat. Nicht zuletzt brauchen Menschen vielf\u00e4ltige Perspektiven f\u00fcr ihr Leben, um zu \u00fcberleben.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\">In Matth\u00e4us 4,4 steht geschrieben: \u201eDer Mensch lebt nicht nur von Brot, &#8230;\u201c \u2013 womit wir zu der alten Frage zur\u00fcckkommen, wie der Mensch sich selbst definiert. Heute, nach der industriellen Revolution, m\u00fcssten wir dazu f\u00fcgen: \u201e &#8230; und die Arbeit ist nicht der einzige Sinn eines Menschen Lebens.\u201c Nicht umsonst teilen eine Gruppe von Arbeitsmedizinern und Arbeitspsychologen die Meinung, dass nicht-sinnstiftende Arbeit und der anhaltende Zwang zum Konsum der Grund f\u00fcr zunehmende Depressionen und sog. \u201eBurn-out\u201c-Syndrome vieler Menschen sind. Arbeit geh\u00f6rt schon seit biblischen Zeiten zum Alltag des Menschen, auch in der Religion. Allerdings darf sie sich nicht selber zum Religionsersatz aufschwingen, wie es heute schon teilweise Realit\u00e4t ist. Wo Arbeit ihren Bezug zur Liebe verloren hat, hat sie auch ihren Bezug zu Gott verloren. Jede Besch\u00e4ftigung, die nur materiell gewinnorientiert betrachtet wird, ist Gift f\u00fcr die Seele.<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\">Demnach scheint es, dass wir unsere Seele viel zu oft weit hinter uns gelassen haben &#8211; und lassen. Es ist somit hoch an der Zeit neue Wege und L\u00f6sungen f\u00fcr die Zukunft zu finden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\"><em>Im n\u00e4chsten Teil: Der Versuch eine Antwort zu finden &#8211; Lass Dich entz\u00fcnden &#8230;<br \/>\n<\/em><\/span><\/p>\n<hr>\n<p><span style=\"font-size: 10pt; font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\">Dieser Text entstammt dem Vortrag \u201eDie Salvatorianische Familie \u2013 ein ungew\u00f6hnlicher Blick aus der Perspektive des dritten Zweiges\u201c von Christian Patzl anl\u00e4sslich Tagung \u201eSalvatorians: On fire with the Spirit\u201c der US-amerikanischen Salvatorianischen Familie vom 22.06.2016<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Teil 2: Leben in der Gegenwart \u2013 Was ist heute wichtig? Schauen wir aus dem Fenster, dann m\u00fcssen wir akzeptieren, dass unsere Welt ein sich st\u00e4ndig drehender Ball ist. Wissenschaft, Technik und Wirtschaft \u00fcberraschen uns t\u00e4glich mit neuen Erkenntnissen. 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