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Monthly Archives: Januar 2013

Gebet der Heiligen Therese von Avila

Teresa

Herr du weißt besser als ich selbst, dass ich älter werde und eines Tages alt bin.
Bewahre mich vor der unheilvollen Angewohnheit, zu meinen, ich müsse zu allem etwas sagen und das bei jeder Gelegenheit.
Befreie mich von dem Verlangen, jedermanns Angelegenheit in Ordnung bringen zu wollen.
Mache mich bedachtsam und nicht schwermütig, hilfsbereit, jedoch nicht herrschsüchtig.

Angesichts meines unermesslichen Vorrates an Lebenserfahrung erscheint es bedauerlich, nicht alles zu nützen, aber du weißt, Herr, dass ich ein paar Freunde haben möchte am Ende. Bewahre mich davor, endlose Einzelheiten aufzuzählen; verleihe mir Flügel zur Hauptsache zu kommen. Versiegle meine Lippen, was meine Schmerzen und Leiden anbelangt. Sie nehmen zu, und die Lust daran, sie aufzuzählen, wird wohltuender mit den Jahren. Um soviel Gnade zu bitten, dass ich an den Erzählungen über die Schmerzen anderer Gefallen finden könnte, wage ich nicht. Hilf mir jedoch, sie in Geduld zu ertragen.

Ich wage es nicht, ein besseres Gedächtnis zu erbitten, wohl aber zunehmende Bescheidenheit und abnehmende Selbstsicherheit, wenn meine Erinnerung mit den Erinnerungen anderer in Widerspruch zu stehen scheint. Führe mich zu der großartigen Erkenntnis, dass ich mich gelegentlich auch irren könnte.

Trage Sorge dafür, dass ich einigermaßen liebenswürdig bin; ich möchte keine Heilige sein – mit manchen von ihnen ist es so schwer zu leben -, aber eine sauertöpfische, alte Person ist eines der hervorragenden Werke des Teufels. Schenke mir die Fähigkeit, Gutes zu entdecken an Orten, an denen ich es nicht erwarte und Begabungen in Menschen, denen ich sie nicht zutraue.

Und gib mir, oh Herr, die Gnade es ihnen auch zu sagen.

Amen.

Fasching und christliche Tradition

Fasching, Spaß und Ausgelassenheit hatten immer schon einen Stellenwert in der katholischen Kirche. Dabei gibt es auch sprachlich eine deutliche Verbindung zwischen Kirche uns närrischem Treiben, wenn man den Begriff „Fastnacht“ hernimmt. Damit ist die Nacht oder Vorabend vor dem NarrenAschermittwoch, dem Beginn der katholischen Fastenzeit gemeint. Heute hat sich der Begriff Fasching für eine besondere Zeit im Jahr festgesetzt, die von närrischen Festen, Bällen und Tanzveranstaltungen dominiert ist. Die Wurzeln von „Fasching“ liegen in der mittelalterlichen deutschen Sprache. Das Wort leitet sich von „Fastenschank“ her, also dem letzten Ausschank (alkoholischer Getränke) vor der strengen Fastenzeit. Im Gegensatz dazu betont der Begriff „Karneval“ den anstehenden Fleischverzicht in der Fastenzeit: „Carne, vale“ bedeutet übersetzt so viel wie „Fleisch, lebe wohl“.

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Flucht nach …

Fritz von Uhde - Die Flucht nach Ägypten (um 1891)

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Eine Psalm-Meditation (Ps 69)

Gott, hilf mir! Denn das Wasser geht mir bis an die Kehle.

Wir gedenken heute der Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten, weil sie dort ein menschenwürdiges Leben nicht mehr führen konnten. Viele von ihnen haben sich eine Zuflucht und eine neue Heimat in Europa erhofft. Sie haben ihr Hab und Gut eingesetzt und ihre Gesundheit und ihr Leben auf Spiel gesetzt. Allzu viele sind dabei ums Leben gekommen. Continue Reading