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Monthly Archives: November 2016

Jahr der Barmherzigkeit – Es ist kalt geworden …

aufwaermenEs ist kalt geworden! Ja – auch wenn sich viele noch dagegen wehren und dagegen ankämpfen, es ist sozial kalt geworden in unserer Gesellschaft, kalt geworden auf unserer Welt. Wie sehr dies geschehen ist und wie weit dies in die Gesellschaft hinein wirkt, haben nicht erst die Wahlen in den USA gezeigt. Viele sind davon betroffen – ob als Opfer oder Täter. Die soziale Kälte macht auch nicht vor scheinbar soliden Mitbürgern und Familien halt. Schneller Profit, kurzsichtige Einsparungen, sozialer Neid, Selbstsucht und suggerierte Missgunst, sowie fehlgeleiteter Fremdenhass sind die Begleiterscheinungen unserer Zeit, welche die gesamte Bevölkerung belasten.

Schauen wir doch einmal mit einem unverklärten Blick auf die Welt. Wichtige und unwichtige Nachrichten, Werbung und die vielfältigen Kommunikationsmöglichkeiten moderner Medien begleiten uns auf Schritt und Tritt. In der Arbeitswelt steigt der Druck stetig, mehr Leistung erbringen ohne dafür mehr Geld zu bekommen – nicht selten auch gar keines. In einigen Bereichen sind die Menschen gezwungen, Überstunden zu leisten. In anderen jedoch finden wir Stagnation oder Rezession über Monate oder sogar noch länger. Dadurch sind immer mehr Menschen von Angst um ihre Zukunft betroffen, denn die Berichte über Stellenabbau, Geldeinsparungen, Verlust von Arbeitsplätzen, usw. untermauern diese Ängste zusätzlich.

pater_misericordiae-202x300Für einige allerdings sieht es aus wie der große Gewinn, wenn man sich die schwarzen Quartalszahlen der Börse betrachtet und sich über schöne Dividenden freuen kann. Kommt man diesen Zahlen allerdings näher und hinterfragt auf welchen Fundament sie aufgebaut sind, erkennt man schnell, dass es sich bei dem Ganzen um eine Art „Hamster im Laufrad“-Rennen handelt – wo wir ALLE, ohne Ausnahme, ein Teil davon sind – nur auf unterschiedliche Weise. Continue Reading

Werke der Barmherzigkeit – Tote bestatten

5-29-fr-vDas Begraben eines Menschen ist nicht nur eine Zeremonie des Abschiedsnehmens, es ist auch der letzte Dienst der Liebe, den wir einem Verstorbenen erweisen können. Und gleichzeitig erweisen wir uns damit auch selbst ein Dienst der Liebe, denn wir können uns von dem Verstorbenen in würdiger Weise verabschieden und für unsere Seele Trauerarbeit leisten.

Grabstätten sind Stätten der Erinnerung, denn solange wir uns an die Menschen, die wir gekannt haben erinnern, sind sie nicht vergessen. Sie laden uns ein kurz inne zu halten und vielleicht ein Gebet zu sprechen/denken – als Zeichen der Gemeinschaft, der Verbundenheit und der Freundschaft.

pater_misericordiae-202x300Manchmal jedoch ist dies nicht möglich, wenn liebe Menschen fern ihrer Heimat plötzlich zu Gott gerufen werden. Auch kommt es leider immer wieder bei kriegerischen Auseinandersetzungen zur Anlegung von Massengräbern. Diese finden sich auch noch heute manchmal ganz unverhofft in Österreich – und es wird auch noch aktiv nach solchen Gräbern gesucht. Kaum jemand ist sich der ungeheuerlichen Menge an Massengräbern, die überall in Österreich verstreut sind, bewusst. Viele Gräber sind vergessen, die Umstände ihrer Entstehung blieben jahrzehntelang verdrängt. Die Betreuung der Grabstätten, die Identifizierung der Opfer und die Information der Öffentlichkeit über die Ereignisse bleiben nach einer langen Zeit des Schweigens eine drängende Aufgabe.

Doch es gibt auch noch andere Gräber, wie etwa das Gräberfeld der Anatomie auf dem Wiener Zentralfriedhof. Dort wurden seit 1975 über 17.000 Tote beigesetzt – namenlos. Mit einer gestalteten Gedenkstätte erinnern die Friedhöfe Wien nun an jene Verstorbene, die ihren Körper der Forschung überlassen haben, und ermöglichen den Angehörigen ein würdiges Gedenken.

Die Tage um die Feste Allerheiligen und Allerseelen laden uns ein, an jene zu denken, die uns vorangegangen sind. Nutzen wir diese Zeit, als Zeichen der Barmherzigkeit.