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Tag Archives: Barmherzigkeit

Kreuzweg heute – 6. Station

Veronika reicht Jesus das Schweißtuch

Not lindern

“Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden. Selig, die ein reines Herz haben; denn sie werden Gott schauen.” (Matthäus 5,7-8)

Die Menge folgt entzückt dem spektakulären Schauspiel mit Spott, Gewalt, Grausamkeit, Verachtung und Neugier. Veronika, eine Frau am Weg, hat den Mut, aus der Masse auszubrechen. Sie reinigt und erfrischt das geschundene Antlitz Jesu.

Bilder von Gewalt ziehen uns immer wieder in ihren Bann – ob wir wollen oder nicht. Moderne Medien verbreiten ihre schrecklichen Botschaften teilweise mit Lichtgeschwindigkeit im Internet und präsentieren sie in unseren Wohnzimmern. – Sind wir nun einfach auch nur Zuschauer, die sich an der Not und dem Elend anderer weiden und vergnügen?  – Wer kennt hierzulande nicht die Situationen auf Autobahnen und Straßen, wenn die Gaffer für ausgedehnte Staus nach einem Unfall sorgen – oftmals ohne selbst in irgendeiner Form Hilfe zu leisten – die vorgeschriebene Rettungsgasse oft nur ein frommer Wunsch bleibt?


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Jahr der Barmherzigkeit – Es ist kalt geworden …

aufwaermenEs ist kalt geworden! Ja – auch wenn sich viele noch dagegen wehren und dagegen ankämpfen, es ist sozial kalt geworden in unserer Gesellschaft, kalt geworden auf unserer Welt. Wie sehr dies geschehen ist und wie weit dies in die Gesellschaft hinein wirkt, haben nicht erst die Wahlen in den USA gezeigt. Viele sind davon betroffen – ob als Opfer oder Täter. Die soziale Kälte macht auch nicht vor scheinbar soliden Mitbürgern und Familien halt. Schneller Profit, kurzsichtige Einsparungen, sozialer Neid, Selbstsucht und suggerierte Missgunst, sowie fehlgeleiteter Fremdenhass sind die Begleiterscheinungen unserer Zeit, welche die gesamte Bevölkerung belasten.

Schauen wir doch einmal mit einem unverklärten Blick auf die Welt. Wichtige und unwichtige Nachrichten, Werbung und die vielfältigen Kommunikationsmöglichkeiten moderner Medien begleiten uns auf Schritt und Tritt. In der Arbeitswelt steigt der Druck stetig, mehr Leistung erbringen ohne dafür mehr Geld zu bekommen – nicht selten auch gar keines. In einigen Bereichen sind die Menschen gezwungen, Überstunden zu leisten. In anderen jedoch finden wir Stagnation oder Rezession über Monate oder sogar noch länger. Dadurch sind immer mehr Menschen von Angst um ihre Zukunft betroffen, denn die Berichte über Stellenabbau, Geldeinsparungen, Verlust von Arbeitsplätzen, usw. untermauern diese Ängste zusätzlich.

pater_misericordiae-202x300Für einige allerdings sieht es aus wie der große Gewinn, wenn man sich die schwarzen Quartalszahlen der Börse betrachtet und sich über schöne Dividenden freuen kann. Kommt man diesen Zahlen allerdings näher und hinterfragt auf welchen Fundament sie aufgebaut sind, erkennt man schnell, dass es sich bei dem Ganzen um eine Art “Hamster im Laufrad”-Rennen handelt – wo wir ALLE, ohne Ausnahme, ein Teil davon sind – nur auf unterschiedliche Weise. Lesen Sie weiter

Werke der Barmherzigkeit – Tote bestatten

5-29-fr-vDas Begraben eines Menschen ist nicht nur eine Zeremonie des Abschiedsnehmens, es ist auch der letzte Dienst der Liebe, den wir einem Verstorbenen erweisen können. Und gleichzeitig erweisen wir uns damit auch selbst ein Dienst der Liebe, denn wir können uns von dem Verstorbenen in würdiger Weise verabschieden und für unsere Seele Trauerarbeit leisten.

Grabstätten sind Stätten der Erinnerung, denn solange wir uns an die Menschen, die wir gekannt haben erinnern, sind sie nicht vergessen. Sie laden uns ein kurz inne zu halten und vielleicht ein Gebet zu sprechen/denken – als Zeichen der Gemeinschaft, der Verbundenheit und der Freundschaft.

pater_misericordiae-202x300Manchmal jedoch ist dies nicht möglich, wenn liebe Menschen fern ihrer Heimat plötzlich zu Gott gerufen werden. Auch kommt es leider immer wieder bei kriegerischen Auseinandersetzungen zur Anlegung von Massengräbern. Diese finden sich auch noch heute manchmal ganz unverhofft in Österreich – und es wird auch noch aktiv nach solchen Gräbern gesucht. Kaum jemand ist sich der ungeheuerlichen Menge an Massengräbern, die überall in Österreich verstreut sind, bewusst. Viele Gräber sind vergessen, die Umstände ihrer Entstehung blieben jahrzehntelang verdrängt. Die Betreuung der Grabstätten, die Identifizierung der Opfer und die Information der Öffentlichkeit über die Ereignisse bleiben nach einer langen Zeit des Schweigens eine drängende Aufgabe.

Doch es gibt auch noch andere Gräber, wie etwa das Gräberfeld der Anatomie auf dem Wiener Zentralfriedhof. Dort wurden seit 1975 über 17.000 Tote beigesetzt – namenlos. Mit einer gestalteten Gedenkstätte erinnern die Friedhöfe Wien nun an jene Verstorbene, die ihren Körper der Forschung überlassen haben, und ermöglichen den Angehörigen ein würdiges Gedenken.

Die Tage um die Feste Allerheiligen und Allerseelen laden uns ein, an jene zu denken, die uns vorangegangen sind. Nutzen wir diese Zeit, als Zeichen der Barmherzigkeit.

Werke der Barmherzigkeit – Sorge um das gemeinsame Haus (Umweltschutz)

HausSorge

Papst Franziskus hat zum Weltgebetstag für die Bewahrung der Schöpfung einen ökologischen Kurswechsel verlangt und vorgeschlagen, den Umweltschutz zu den sieben traditionellen Werken der Barmherzigkeit in der katholischen Kirche hinzuzufügen.

„Ich erlaube mir, eine Ergänzung der beiden traditionellen Aufzählungen der sieben Werke der Barmherzigkeit vorzuschlagen, indem ich jedem von ihnen die Sorge um das gemeinsame Haus anfüge“, heißt es in einer am Donnerstag, den 1.9.2016 veröffentlichten Botschaft des Papstes zum Weltgebetstag für die Schöpfung.

pater_misericordiae-202x300Die „unverantwortliche Ausbeutung der Erde“ und Schädigung der Schöpfung nennt Franziskus eine „Sünde“. Dies ist eine, von christlich gesinnten umweltbewussten Menschen, (grünen Christen) schon lange geforderte Aussage. Denn zu Recht stellt er die Umweltzerstörung in Zusammenhang mit der weltweiten Armut. Jeder einzelne wird zu einer Verhaltensänderung im Alltag aufgerufen, etwa bei Mülltrennung oder den Umstieg auf öffentlichen Verkehr.

„Gott hat uns einen blühenden Garten geschenkt, wir aber sind dabei, ihn in eine von Schutt, Wüsten und Schmutz verseuchte Ebene zu verwandeln“, beklagt der Papst. Als Ursachen nennt er individuelles Fehlverhalten im Rahmen einer „falsch verstandenen Wohlstandskultur“, aber auch ein „System, das die Logik des Gewinns um jeden Preis durchgesetzt hat“.

Das Wort „macht Euch die Erde untertan“ wurde von vielen völlig falsch verstanden, denn Christen, wie Gläubige anderer Religionen und alle Menschen müssten ihrem „gemeinsamen Haus, der Erde, Barmherzigkeit erweisen“, so der Papst. Er beklagt den Verlust der Artenvielfalt und Folgen des globalen Temperaturanstiegs. „Die Armen der Welt, die den Klimawandel am wenigsten zu verantworten haben, sind die Verletzlichsten und leiden bereits unter den Auswirkungen.“

Katholiken mahnt er zur Gewissenserforschung und zur Beichte ihrer Sünden gegen die Schöpfung. Jeder müsse seinen „kleineren oder größeren Beitrag zur Verunstaltung und Zerstörung der Schöpfung“ anerkennen, so Franziskus. In dem derzeit laufenden „Jahr der Barmherzigkeit“ solle jeder Gläubige Buße tun für die Übel, die er der Erde durch seinen Lebensstil oder als Beteiligter eines zerstörerischen Systems zufüge – eine Um- bzw. Abkehr ist also gefordert.

Franziskus ruft zu sehr konkreten Verhaltensänderungen im Alltag auf. Dazu gehöre etwa das Einsparen von Plastik und Papier, die bewusstere Verwendung von Wasser, Lebensmitteln und Strom, Mülltrennung, ein sorgsamer Umgang mit anderen Lebewesen oder die Bevorzugung öffentlicher Verkehrsmittel. „Wir dürfen nicht meinen, diese Anstrengungen seien zu gering, um die Welt zu verbessern“, so der Papst.

Franziskus hatte vergangenes Jahr Katholiken weltweit aufgerufen, den 1. September künftig als Gebetstag zur Bewahrung der Schöpfung zu begehen. Er folgte damit einer Anregung des Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios I. Nur müssen dem Gebet auch sichtbare Zeichen in unserem Leben folgen.

 

Quelle: religion.ORF.at/KAP

Werke der Barmherzigkeit – Nackte kleiden

Barm_3Nackte bekleiden – hier denkt man natürlich zuerst an das verteilen von Kleidung, was aber, Gott sei Dank, in Mitteleuropa heute eher die Ausnahme ist. Denkt man dagegen an eine andere Nacktheit, so begegnet uns diese schon weit öfter. Gemeint ist die seelische oder auch psychische Nacktheit.
Wir leben nicht mehr in der Eintracht, daher gibt es häufig Attacken auf unsere Persönlichkeit. Damit wir nicht verletzt werden, versuchen wir, mit einer Maske durchs Leben zu gehen, um zu verhindern, dass die Mitmenschen unsere Schwächen entdecken. Wir gehen durch die Welt, mit der Angst, bloßgestellt zu werden, wenn wir unsere Schutzschilder nur ein wenig senken. Dies führt dazu, dass wir uns verstellen oder sogar lügen und nicht selten verbal zuschlagen. Die Erkenntnis unserer Unvollkommenheit bringt uns automatisch dazu, zu sündigen. Dann schämen wir uns noch mehr, was das Versteckspiel intensiviert. Ohne Gott wäre der Mensch in diesem Teufelskreis gefangen.
pater_misericordiae-202x300Über jemand anders schlecht reden, jemanden verbal beleidigen oder verleumden Ž Thema „MOBBING“ bedeutet, diesen seiner psychischen Kleidung zu berauben und bloß zu stellen.Das hat oft verheerende Auswirkungen für die Betroffenen – und das sind immerhin schon über 10% der aller Erwerbstätigen und fast jeder dritte Schüler in unserem Land. Wo Menschen an den Rand der Gesellschaft gedrückt werden oder sich in Ausnahmesituationen wiederfinden, kann sich die dadurch aufbauende Frustration auch in spontaner Aggression entladen. Solche Menschen bedürfen unsere Hilfe und wir sollten Wege suchen sie wieder zu „bekleiden“ – auch wenn sich dies manchmal als weitaus schwieriger erweist, als einem Bedürftigen ein reales Hemd zu reichen.

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