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Der Leichnam Jesu wird ins Grab gelegt

Letzte Ruhe?

“Es kam auch Nikodemus, der früher einmal Jesus bei Nacht aufgesucht hatte. Er brachte eine Mischung aus Myrrhe und Aloe, etwa hundert Pfund. Sie nahmen den Leichnam Jesu und umwickelten ihn mit Leinenbinden, zusammen mit den wohlriechenden Salben, wie es beim jüdischen Begräbnis Sitte ist. An dem Ort, wo man ihn gekreuzigt hatte, war ein Garten, und in dem Garten war ein neues Grab, in dem noch niemand bestattet worden war. Wegen des Rüsttages der Juden und weil das Grab in der Nähe lag, setzten sie Jesus dort bei.” (Johannes 19,39-42)



Joseph von Arimathäa und Nikodemus betten den vom Kreuz gelösten Jesus in ein Tuch und tragen ihn zu einer nahe gelegenen Grabstätte. Nach anderen Quellen, wie dem Evangelium von Markus, befand sich bei ihnen auch eine Anzahl von Frauen. Trotzdem scheint es nun eine eher familiäre Angelegenheit gewesen zu sein, im Gegensatz zu dem Auflauf bei der Hinrichtung.

Mit der Niederlegung und Einbalsamierung in dem neuen Grab (→ ein Symbol für die Reinheit von Christus) entzieht sich Jesus nun den neugierigen Blicken. Lärm und Getümmel bleiben zurück, es kehrt Stille ein und Konzentration. Zum Abschluss wird noch der schwere Stein vor den Eingang des Grabes gewälzt.

Dieser Stein scheint also, im wahrsten Sinne des Wortes, der Schlussstein unter die Angelegenheit Jesus von Nazareth gewesen zu sein. Wurde mit ihm das Kapitel geschlossen und alle Hoffnung begraben?

Die Heilige Schrift erzählt uns, dass diese letzte Ruhe nicht das Ende ist: Aus den Händen, die das Leben Jesu aufgenommen haben, wird neues Leben erstehen. Es werden die Frauen sein, die schon bald darauf die frohe Botschaft der Auferstehung als erste zu den Menschen tragen.

 

 

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