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Bayer1

Bayers Bienengifte sind viel gefährlicher als wir lange angenommen haben: Wissenschaftliche Studien zeigen, dass die sogenannten Neonicotinoide nicht nur Bienen schaden, sondern auch Schmetterlingen, Fischen und Vögeln — unser gesamtes Ökosystem ist bedroht.

Statt die gefährlichen Pestizide endlich aus dem Verkehr zu ziehen, versucht Bayer mit allen Mitteln sein tödliches Geschäft zu retten: Der Chemiekonzern geht soweit gegen ein weitreichendes Verbot der EU Kommission zu klagen.

Soweit ein Auszug aus einem Text einer Kampagne der NGO „SumOfUs“ die sich u.a. für nachhaltige Nutzung unserer Güter einsetzt. Und was hat das hier zu suchen?

Sehr viel, den Papst Franziskus beschäftigt sich in seiner Enzyklika „Laudato sii“ sehr eingehend mit unserem Umgang mit der Schöpfung und in welcher Form wir die Worte der Schrift: „Macht euch die Erde untertan …“ im täglichen Handeln auslegen.

Im Gegensatz zu andern Schreiben der Päpste lassen sich hier kaum einzelne Sätze als kurzes Statement zitieren. Denn sobald man in ein Kapitel eintaucht, wird schnell klar, so einfach ist das nicht – es sind komplexe Zusammenhänge , die sich hier auftun.

Aber sie geben auch eine einfache Botschaft: Gehe mit Deiner Umwelt so um, das auch andere Lebewesen neben und mit dir leben können. Sieh dich nicht als Herrscher über die Welt, sondern trage Verantwortung für Deine Nächsten, auch wenn dies Pflanzen und Tiere sind, denn sie sind deine unmittelbaren Nachbarn. Ebenso achte die unbelebte Natur und ihre Verteilung, denn sie bildet die Grundlage allen Lebens. Bedenke, dass jeglicher Eingriff Folgen hat, auch wenn sie im Moment nicht sofort erkenntlich sind. Verstehe dich selbst als Verwalter auf der Durchreise, der Verantwortung für kommende Generationen hat – auch wenn sie nicht deine leiblichen sind.

Damit liegt in dem Text eine große Brisanz und ein Auftrag für jeden Menschen. Eben sich auch mit nicht sehr angenehmen Auswüchsen unserer Konsum- und Wegwerfgesellschaft auseinander zu setzen, dagegen auf zu stehen, andere dabei zu unterstützen, die dies schon tun. Einfach den Glauben und das Vertrauen in Gott umfassend ernst zu nehmen, auch wenn es auf den ersten Blick nicht unmittelbar damit zusammen zu hängen scheint.

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