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Monthly Archives: Dezember 2015

Impuls zum 4. Advent – Liebe

Advent_LoveVierter Advent: Weihnachten steht vor der Tür. Weihnachten, das ist doch das Fest der Liebe schlechthin – oder? Liebe/Lieben, was meinen wir damit, was verstehen wir darunter und was bewirkt sie?

Liebe/Lieben ist – nun vielleicht zuerst einmal ein Zustand, der uns in eine gewisse Glückseligkeit eintauchen lässt. Es vermittelt Geborgenheit, Vertrauen, Sicherheit und Schutz. Echte Liebe ist immer selbstlos, sie ist nicht an eine Rückforderung gebunden, denn Gegengeschäfte sind ihre Sache nicht. Sie äußert sich durch selbstverständliche Gesten und Taten, die nicht hinterfragt werden – und eine ehrliche Herzlichkeit und einen Frohsinn. Wer sie einmal mit voller Wucht erfahren hat, kann sich ihrer Macht nie mehr wirklich entziehen.

Aber Liebe kann auch schmerzvoll sein, etwa wenn sie die Brücke über schwierige Situationen des Lebens ist. Dabei darf man ihre Tragfähigkeit jedoch weder unter – noch überschätzen. Denn sie ist auch zart wie ein Falter im Wind.

Wer liebt schenkt Achtung und Aufmerksamkeit – und wem sie über längere Zeit entzogen wurde, wird zum seelischen Krüppel, und nimmt körperlichen Schaden. Continue Reading

Impuls zum 3. Advent – Freude

Advent_JoyDie letzte Woche verbrachte ich auf einer Tagung in Rom. Dort Trafen wir uns vom internationalen Leitungsteam der Laiensalvatorianer. Und obwohl diese Treffen immer von sehr intensiver Arbeit und damit verbundenem täglichen Zeitaufwand geprägt sind, möchte ich diese Zeit unter keinen Umständen missen. Denn verteilt über die ganze Zeit gab es immer wieder Momente der Freude und des herzhaften Lachens.

Und wann haben Sie sich das letzte Mal so richtig gefreut und von Herzen gelacht? So einen besondere Moment erlebt, der nicht alltäglich ist und in welchen man meint über dem Boden zu schweben.

Wer Visionen hat, hat meistens auch Freude, heißt es. Denn dann ist hier noch die volle Motivation – und das ist keine Frage des Alters! Braucht es andererseits immer etwas Großartiges, Besonderes, um solche Momente der Freude zu erleben? Ist es nicht die Summe all der kleinen Freuden des Alltags, die unser Herz bewegen? Oder sind wir manchmal so abgestumpft, dass wir manches gar nicht mehr wahrnehmen, was unser Kinderherz einst vor Freude hüpfen ließ? Continue Reading

8. Dezember – Gründungsfest der Salvatorianischen Familie

IMG_3902_(1024_x_768)RAn jedem 8. Dezember feiert die Salvatorianische Familie ihr Gründungsfest und gedenkt dabei an eine Begebenheit im fernen Rom, die sich nun vor 134 Jahren begab. Damals, am 8. Dezember 1881 legte P. Jordan gemeinsam mit P. Bonaventura Lüthen und P. Friedrich v. Leonhardi in der Hauskapelle des Klosters St. Brigida auf der Piazza Farnese in Rom in privatem Rahmen die Gelübde für die Apostolische Lehrgesellschaft ab. Die drei Diözesanpriester legten den Grundstein für ein apostolisches Werk, dessen Mitglieder allen Menschen die Liebe Gottes mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln nahe bringen sollten.

Damit begann die Geschichte der Salvatorianischen Familie, denn nachfolgend wurde 1888 der Schwesternzweig mit Therese Wüllenweber als Mutter Maria von den Aposteln gegründet. Nach dem 2. Vatikanischen Konzil konnte auch die ursprüngliche Idee Fuß fassen, nämlich die Entwicklung eines eigenen Zweiges für die Laien, die Laien-SalvatorianerInnen. Continue Reading

Impuls zum 2. Advent – Hoffnung

Advent_HopeHoffnung – das hat in diesem Jahr für abertausende Menschen eine ganz eigene Bedeutung. Ja, ich denke an die Flüchtlinge aus dem Nahen Osten und anderswo, die in Europa Schutz suchen. Krieg, Gewalt, Vertreibung und Aussichtslosigkeit vertreiben die Menschen aus ihren angestammten Wohngebieten. Wenn dann auch in den Flüchtlingslagern die Situationen immer prekärer werden ohne Aussicht auf irgendeine Änderung in den nächsten Jahren, veranlasst das viele Menschen ihre Flucht fortzusetzen.

Flucht bedeutet immer alles Vertraute zurück zu lassen und in die Ungewissheit aufzubrechen. Wie viele von uns können oder wollen sich wirklich vorstellen, was es bedeutet, nicht zu wissen ob und wo man morgen sein wird, ob es etwas zu essen oder zu trinken geben wird. Wir sehen die große Masse an Menschen die an unsere Grenzen kommen – und wie immer bleiben so viele Einzelschicksale unbeachtet, gehen unter in einer lauten, von Gier, Wettbewerb und Erfolg getriebenen Welt. Die Verlierer sind nur allzu oft Frauen und Kinder, sie fallen zurück in den Schatten, in die Bedeutungslosigkeit – in ein Nichts …

Und doch gibt es dort und da die kleine Freude, ob es der lächelnde, aufmunternde Blick eines Fremden hinter dem Gartenzaun, das herzhafte Lachen von ein paar jungen Menschen am Bahnsteig, oder das herzliche „Guten Morgen“ von der Verkäuferin im Geschäft ist. Jene kleine Lichtblicke des Alltags, die uns daran erinnern, dass es noch etwas anderes gibt, was wir unserem Nächsten schenken können – etwas das Licht und Wärme spendet. Diese kleinen Dinge sind wie die Kerzen, die wir im ersten Advent entzünden. Plötzlich ist es da, dieses Licht in der Dunkelheit, – dieses Licht, das uns wieder Hoffnung schöpfen lässt. Jenes Leuchten, dass uns als Eckstein und Richtlinie dient, um auch die anderen, die dahinter im Schatten liegenden, zu entdecken. Continue Reading