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Advent_HopeHoffnung – das hat in diesem Jahr für abertausende Menschen eine ganz eigene Bedeutung. Ja, ich denke an die Flüchtlinge aus dem Nahen Osten und anderswo, die in Europa Schutz suchen. Krieg, Gewalt, Vertreibung und Aussichtslosigkeit vertreiben die Menschen aus ihren angestammten Wohngebieten. Wenn dann auch in den Flüchtlingslagern die Situationen immer prekärer werden ohne Aussicht auf irgendeine Änderung in den nächsten Jahren, veranlasst das viele Menschen ihre Flucht fortzusetzen.

Flucht bedeutet immer alles Vertraute zurück zu lassen und in die Ungewissheit aufzubrechen. Wie viele von uns können oder wollen sich wirklich vorstellen, was es bedeutet, nicht zu wissen ob und wo man morgen sein wird, ob es etwas zu essen oder zu trinken geben wird. Wir sehen die große Masse an Menschen die an unsere Grenzen kommen – und wie immer bleiben so viele Einzelschicksale unbeachtet, gehen unter in einer lauten, von Gier, Wettbewerb und Erfolg getriebenen Welt. Die Verlierer sind nur allzu oft Frauen und Kinder, sie fallen zurück in den Schatten, in die Bedeutungslosigkeit – in ein Nichts …

Und doch gibt es dort und da die kleine Freude, ob es der lächelnde, aufmunternde Blick eines Fremden hinter dem Gartenzaun, das herzhafte Lachen von ein paar jungen Menschen am Bahnsteig, oder das herzliche „Guten Morgen“ von der Verkäuferin im Geschäft ist. Jene kleine Lichtblicke des Alltags, die uns daran erinnern, dass es noch etwas anderes gibt, was wir unserem Nächsten schenken können – etwas das Licht und Wärme spendet. Diese kleinen Dinge sind wie die Kerzen, die wir im ersten Advent entzünden. Plötzlich ist es da, dieses Licht in der Dunkelheit, – dieses Licht, das uns wieder Hoffnung schöpfen lässt. Jenes Leuchten, dass uns als Eckstein und Richtlinie dient, um auch die anderen, die dahinter im Schatten liegenden, zu entdecken.

Hoffnung – plötzlich ist sie (wieder) da. Schenkt frischen Elan und macht Mut – Mut auch, diese Welt in eine bessere zu verändern – mit kleinen Gesten der Liebe. So können wir ein Licht sein in dunkler Umgebung, welches auf ein weit größeres hinweist.

Advent – das ist die Zeit des Wartens und Erwartens – eine Zeit der Stille und des Rückzuges. Eine Zeit, in der wir vielleicht auch wieder einmal unsere Seele nachkommen lassen, wenn wir sie in unserer täglichen Geschäftigkeit längst hinter uns gelassen haben. Eine Zeit also – die es richtig zu nützen gilt. Eine Zeit in der wir Licht schenken und das Dunkel um uns erleuchten und erwärmen können.

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