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SMY15Nehmen wir uns kurz Zeit, nochmal über einige Punkte im den Brief des General-Komitees zu Salvatorianischen Jahr der Missionen zu reflektieren:

Die Salvatorianische Charta erinnert am Beginn des Kapitels über unsere Sendung an Worte unseres Gründers Pater Franziskus Jordan.

Unsere Sendung

“… Verkündet das Wort, seid zur Stelle – gelegen oder ungelegen – redet ins Gewissen,
ermahnt mit aller Geduld und Belehrung.
Gehet, tretet auf, predigt dem Volke alle Worte des ewigen Lebens!“

Pater Jordan: Regel 1884

Mission und Weihe (Versprechen) muss Hand in Hand im Leben einer/eines jeden SalvatorianerIn gehen, denn

  • Wir sind eine Salvatorianische Familie und wollen dem Heiland besonders und vor allem anderen Danken für die Geschichte unser Mission und die Gemeinsamkeit in unserer Salvatorianischen Familie.
  • Wir möchten die Frohe Botschaft mit Salvatorianischen Charisma verkünden, und uns an die ersten SalvatorianerInnen erinnern, welche das Charisma der Mission von P. Jordan verinnerlicht haben.
  • Wir LaiensalvatorianerInnen weihen unser Leben, um unsere Taufversprechen zu vertiefen und Jesus Christus überall bekannt zu machen, auf allen Wegen und mit allen Mitteln zu denen uns er befeuert.
  • Wir sind zu Salvatorianischen Mission ebenso verpflichtet, wie zum geweihten Leben, in jener Weise , wie es das II. Vatikanische Konzil für die Laien wiederendeckt hat.
  • Es ist nur natürlich, dass wir uns auf unsere Mission im In – und Ausland konzentrieren – mit besonderer Beachtung unseres geweihten Lebens als Laien, beginnend zu Hause,inunsere Familie, derersten und grundlegenden Dann an den Orten wo wir leben und arbeiten und in den Missionsgebieten in unserer Nachbarschaft, in den Pfarren, aber auch in unserer Salvatorianischen Gemeinschaft.

Wenn wir von Mission hören, dann kommen in uns meist Bilder von anderen Kontinenten hoch. Menschen mit dunklerer Hautfarbe, sengende Sonne, drückende Hitze, dichter Urwald oder endlose Savanne. Aber auch Slums oder Favelas in den Megacities, trostlos, schmutzig, ärmlich, übervölkert. Unser Blick reduziert sich dann meist auf ein solches Bild und mit dem beiliegendem Erlagschein meinen wir unsere Pflicht an Mission getan zu haben. Das aber ist mit Mission nicht gemeint.

Mission heißt aber auch nicht bekehren, wie es leider immer wieder missverstanden wird. Vielmehr soll es ein Einladen, ein Anbieten, ein Überzeugen sein – nicht mit der Waffe in der Hand, sondern durch den gelebten Glauben.

Sehen wir uns hier in unserer unmittelbaren Umgebung um, dann merken wir, dass die Missionsgebiete nicht nur in Übersee zu finden sind. Viel mehr finden die sich vor unserer Haustür – oder gar bei uns selbst, in der eigenen Familie. Eingewoben in eine Welt des materiellen Besitzes, allerorten von Werbung überflutet, stets bedacht sich nicht der Lächerlichkeit unserer Nächsten auszuliefern, spielen wir, meist völlig unbewusst, vielfach eine Rolle, die so gut wie nicht mehr unsere eigene ist. Der Stress stetig Top zu sein, mitzuschwimmen im allgemeinen Strom, getrimmt auf Erfolg und Aufstieg, lässt nicht wenige krank werden und auch scheitern. Die Botschaften sind raffiniert aufbereitet, um uns genau an jenem Punkt zu treffen, wo unser Ego sehr empfindlich reagiert.

Wenn nun manche denken, dies sei ein Aufruf der Welt den Rücken zu kehren, so liegen sie damit falsch. Wir können und dürfen Gottes Schöpfung nicht den Rücken kehren. Vielmehr geht es darum, den Auswüchsen unserer sog. Zivilisation kritisch gegenüber zu stehen. Wenn es uns gelingt, unseren täglichen Konsum zu begrenzen, die gewünschten Artikel auf ihre Nachhaltigkeit, auf ihre Entstehungsgeschichte zu hinterfragen und gegebenenfalls darauf zu verzichten, haben wir der Mission einen großen Dienst erwiesen. Denn dann zeigen wir, wie ernst es uns selbst mit dem gelebten Evangelium ist. Das Wort von Mutter Theresa von Kalkutta sollte uns hier leiten. Als sie einmal auf einem Transatlantikflug von einem neben ihr sitzenden Journalisten gefragt wurde, was er für die sog. Dritte Welt tun könne, antwortete sie ihm unverblümt: „Ändern Sie ihren Lebensstil zu Hause, dann ändern sie nachhaltig die Situation in der dritten Welt. Wenn Sie etwas verändern wollen, dann tun Sie es in Ihrem Umfeld.“

Mission heute leben im Hier und Jetzt ist eine große Herausforderung. Doch mit der Salvatorianischen Universalität und der jeweils nötigen Kreativität lassen sich viele Wege finden, besonders jene, die uns die Liebe Christi eingibt. Die Zeichen der Zeit nicht nur zu erkennen, sondern darauf auch die richtigen Antworten zu finden und zu handeln, ist das Gebot der Salvatorianischen Gemeinschaften. Und damit können wir auch dann, wenn das Jahr der Missionen längst vorbei ist sagen:

Die Mission des Heilandes ist unsere Leidenschaft!

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