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Wir wundern uns über Fleischskandale und brauchen täglich unsere Wurst am Brot.

Wir bedauern die Armen in Übersee und sehen perfekt über unseren unnatürlichen Wohl­stand hinweg.

Wir sprechen von Protestanten und meinen un­sere Geschwister in Christus.

Wir sind sichere Autofahrer und produzieren damit 150 Tote pro 1 Million Menschen.

Wir verehren Angeber und himmeln Wichtigtuer an und vergessen Christus, der uns im Nächsten begegnet.

Wir verabscheuen Tierleid und produzieren es tagtäglich durch unsere Konsumgier.

Wir ängstigen uns vor Atomkraftwerken und sparen dennoch nicht mit unserer Energie.

Wir wollen alle schnell reich werden und mer­ken die wachsende Armut nicht.

Wir suchen Freunde fürs Leben und verkaufen uns irgendwelchen Ellbogentechnikern und Geschäfte­machern.

Wir wollen unseren Kindern eine gesunde Um­welt hinter­lassen, aber die Einsicht, daß wir deren größte Bedrohung sind, haben wir nicht.

Wir stoßen uns an Vertretern der Kirche und sehen nicht, daß sie nur unser Spiegelbild sind.

Wir sehen den Span im Auge des anderen, den Pfahl im eigenen bemerken wir nicht.

Von wem ich hier spreche fragst Du, von Dir und mir, von uns braven Katholiken.

b.c.

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