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AuferstandenEine kleine Geschichte als Metapher für das Osterfest:

Ein kleiner Junge kam zu seinem Vater und wollte mit ihm spielen. Der aber hatte keine Zeit für den Jungen und auch keine Lust zum Spiel. Also überlegte er, womit er den Knaben beschäftigen könnte.

Er fand in einer Zeitschrift eine komplizierte und detailreiche Abbildung der Erde. Dieses Bild riss er aus und zerschnipselte es dann in viele kleine Teile. Das gab er dem Jungen und dachte, dass der nun mit diesem schwierigen Puzzle wohl eine ganze Zeit beschäftigt sei.

Der Junge zog sich in eine Ecke zurück und begann mit dem Puzzle. Nach wenigen Minuten kam er zum Vater und zeigte ihm das fertig zusammengesetzte Bild.

Der Vater konnte es kaum glauben und fragte seinen Sohn, wie er das geschafft habe.

Das Kind sagte: “Ach, auf der Rückseite war ein Mensch abgebildet. Den habe ich richtig zusammengesetzt. Und als der Mensch in Ordnung war, war es auch die Welt.”

Geht es darum nicht auch in unserem Osterfest? Gott bringt die Welt wieder in Ordnung, indem er den Menschen wieder in Ordnung bringt und mit sich versöhnt. Das Zerstörte, Zerrissene, das Entstellte wird wieder zusammengefügt – wird Heil gemacht und hat weitreichende Auswirkungen darüber hinaus. Auferstehung hat viele Gesichter, die wichtigste jedoch ist jene, wo wir als Menschen wieder ganz werden. Wo wir beginnen unsere Masken und Mäntel abzulegen, uns selbst erkennen und dazu stehen. Denn nur dann kann auch die von uns zerstörte Welt wieder ganz werden.

Ein Gedanke, der die Geschichte der Auferstehung einmal aus einem ganz andern Winkel betrachtet.

Ein gesegnetes und friedvolles Osterfest!

Die Osterbotschaft des Generalkomitees

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