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Kirche – ein Altwarenladen …!

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Kirche – wie sie von vielen jungen Menschen empfunden wird …

Vergangenes Wochenende durfte ich einer sehr interessanten Podiumsdiskussion beiwohnen, wo es um „Neue Wege“ in der Kirche ging. Besonders gut gefiel mir ein junger Mann um die zwanzig, der sehr selbstbewusst über seine persönlichen Glaubenserfahrungen mit gleichaltrigen erzählte. Dabei kam durchwegs die Kritik der jungen Menschen am Ablauf und Handlungen der Eucharistiefeier zum Vorschein, die nur auf „Eingeweihte“ zugeschnitten ist. Weniger Nahestehenden sind die Vorgehensweisen während der Zeremonie fremd und wirken von komisch bis nicht nachvollziehbar – also jedenfalls nicht einladend. Diese Kritik liegt für alle Hellhörigen allerdings schon Jahre in der Luft und wurde bisher bestenfalls mit einer abfälligen Bemerkung bedacht.

Es gibt so viele Dinge in unserer Kirche, die den Menschen heute teils alt, teils fremd erscheinen, wo im Laufe der Zeit der echte Bezug abhanden gekommen ist – und mit ihm auch das Lesen Sie weiter

Gott im Urlaub begegnen 2

Der Städtetourismus boomt noch immer und viele Menschen besuchen und bewundern die Kultur- und Kunstschätze in den Metropolen dieser Welt. Viele dieser Kunstschätze haben auch einen religiösen Hintergrund. Maler und Bildhauer verschiedenster Epochen wollten ihrem Zugang zu der Begegnung mit dem Göttlichen, oder, wenn wir es auf den christlichen Bereich einschränken, ihrem Zugang zur Heilsgeschichte Ausdruck verleihen. Heute Bewundern zahlreiche staunende Menschen deren künstlerische Hinterlassenschaften. Wenn man sich Zeit nimmt und so manches „Kunstprodukt“ länger und näher betrachtet, so erzählen diese Geschichten von Gott und der Welt. Sie erzählen über die oft einfachen, andererseits aber auch schwierigen Begegnungen. Gottes Sprache wird nicht immer gleich verstanden und mancher Mensch braucht eine lange Zeit, bis er endlich zu verstehen lernt – manchmal ein ganzes Menschenleben. Es lässt sich den Bildern und Darstellungen nur schwer entziehen, ob sie nun abstrakt oder real erscheinen. Eines ist ihnen allen gemeinsam – die Sehnsucht Gott und dem Heil zu begegnen.

Vielleicht ein interessanter Gedanke, wenn Du das nächste Mal auf ein Kunstwerk mit einer religiösen Darstellung triffst. ER begenet uns, wenn ER will, wo ER und wie ER will – und nicht selten auch ganz unkonventionell!

Gott im Urlaub begegnen 1

 

Marterl
Gott im Urlaub begegnen ist einfacher als man denkt. Einmal laden nicht nur zahlreiche kunstvolle Kirchenbauwerke in vielen Tourismusdestinationen ein, neben ihren kulturellen Schätzen sich auch den geistigen zu widmen. Auch auf manchen Berggipfel erinnert ein oft schlichtes Kreuz an die Gegenwart Gottes. Doch auch unterwegs, auf Autobahnrastplätzen oder schönen Nebenstraßen begegnen wir Wegkreuze und Bildstöcke, die von der Beziehung der Menschen zu Gott Zeugnis geben. Daran stehen zu bleiben und vielleicht noch gar ein Gebet zu sprechen mag für viele Zeitgenossen aus der Mode gekommen sein. Allerdings was ist schon dabei, einen Augenblick oder eine Minute inne zu halten und ein wenig über sich und die Welt nachzusinnen. Gebet passiert oftmals im Stillen und Verborgenen und ist dann vielleicht weit intensiver, als in der schönsten Prozession oder dem Sonntagsgottesdienst. Man kann auf Gott nicht hereinfallen, sondern vielmehr hineinfallen, – sich ganz versenken. Das erfordert anfangs von manchen vielleicht ein wenig Mut, weil es heute so ungewöhnlich ist. Doch die Ruhe und Kraft die dann in dieser Zeit geschenkt wird ist ein wahres Lebenselixier. Vielleicht eine Anregung es beim nächsten Urlaubsspaziergang, der Wanderung oder auch der Rast an der Autobahn auszuprobieren. Was ist schon dabei, Gott zu begegnen …

Flashmob einmal anders ….

Viele kennen es, manche haben sogar schon daran teilgenommen – und es hat großen Spaß gemacht. Die Rede ist von einem Flashmob → bezeichnet einen kurzen, scheinbar spontanen Menschenauflauf auf öffentlichen oder halböffentlichen Plätzen, bei denen sich die Teilnehmer persönlich nicht kennen und ungewöhnliche Dinge tun. 1 Die ursprüngliche Idee war vollkommen unpolitisch und sollte eher aus Spaß Aufmerksamkeit erregen. Inzwischen werden Flashmobs vielfach dazu verwendet, um Botschaften oder auch ganze Programme “spontan” an andere Menschen weiter zu leiten.

Eine ganz interessante Variante ist nachfolgend zu sehen, und es zeigt sich dass auch ganz spezielle Botschaften durch die richtige Aufmachung in der heutigen Zeit ihre Adressaten finden.

 

Notes:

  1. 1. http://de.wikipedia.org/wiki/Flashmob

Jesus begreifen – Gedanken zum Gründonnerstag

Archbishop, Jorge Mario Bergoglio

Wenn wir nach dem Begreifen fragen, dann lohnt es, zuvor noch einen Blick auf die Jünger Jesu zu werfen.

Drei Jahre waren sie mit ihm zusammen, zogen durch das Land, hörten seine Worte und sahen seine Handlungen, dann kommt das große Unverständnis. In der Nacht des Gründonnerstags, die Verurteilung, die Verzweiflung des Karfreitags, die nur eine Frage kennt: Wie kann dieser Mensch, der Sohn Gottes, so schrecklich am Kreuz enden. Alles, was Jesus vorher gesagt hatte, dass es so kommen werde, ist vergessen. Lesen Sie weiter

Palmsonntag – was steht dahinter?

Schauen wir heute auf die Feier des Palmsonntags, so fließen hier vielfältige Aspekte zusammen. In der Tradition der Palmprozessionen, die etwa schon im 5. Jahrhundert von den Jerusalemer Christen durchgeführt wurden, klingen Elemente an, die ihren Ursprung in dem dritten großen jüdischen Wallfahrtsfest haben, dem Laubhüttenfest (“Sukkoth). Das Fest wird im Herbst, fünf Tage nach dem Versöhnungstag, im September oder Oktober gefeiert und dauert sieben Tage, vom 15. bis 21. Tischri, dem siebten Monat des jüdischen Kalenders. Es erinnert an die Zeit der Wüstenwanderung des Volkes Israels. Damals nächtigte das Volk Israel unter freiem Himmel, deshalb errichtet heute jede jüdische Familie für die Dauer des Festes eine Hütte (“Sukka) aus Baumzweigen im Freien, die den Blick zum Sternenhimmel freilässt. Zum Ausdruck der großen einzug_jesuFreude über Gottes Rettung und Schutz und zu seinem Lobpreis wird ein Palmzweiggebinde – der Lulaw – geschwungen, wozu unablässig Hosianna gerufen wird. Gleichzeitig ziehen die Menschen in einer Prozession um die Hütte oder früher um den Jerusalemer Tempel.

Bei den heute in der Diaspora lebenden Juden ist es eine Prozession um den Thoratisch, von dem aus die biblischen Texte vorgetragen werden. Einer dieser Texte aus dem Prophetenbuch Sacharja bezieht sich dabei auf die messianische Hoffnung des Volkes Israel und die Erlösung der ganzen Menschheit. Dort heißt es: ‘Dort wird der Herr König sein über die ganze Erde.’ Lesen Sie weiter

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