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Tag Archives: Weihnachten

Weihnachten …

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twas spät kam ich nach Hause. Meine Frau und meine Kinder schliefen bereits. Ich öffnete den Kühlschrank, um mir etwas Wasser zu holen, und bemerkte dabei, wie wenig wir für diese Tage im Kühlschrank hatten. Müde ging ich auf meinen alten Ruhesessel zu und brach dort fast automatisch zusammen. Mein Blick blieb auf dem Wandkalender hängen, der uns treu an jeden Tage erinnerte.

„Unglaublich, dass wir schon Weihnachten haben!“ – Sagte ich in einem zweifelnden Tonfall zu mir selbst.…

Das Wort Weihnachten hatte irgendwie noch nie so trocken und leer geklungen wie diesmal. Es waren sehr schwere Zeiten für uns. Zum ersten Mal würden meine Kinder kein Spielzeug oder neue Kleidung bekommen. Zum ersten Mal würden wir kein gutes Abendessen mit der ganzen Familie haben oder, wie üblich, Geschenke austauschen. Wir hatten nicht einmal die Möglichkeit, das Haus zu streichen oder notwendige Reparaturen durchzuführen. Lesen Sie weiter

Fest der Hl. 3 Könige

Das Fest der Hl. 3 Könige beendet die sogenannten Rauhnächte, und eröffnet damit die (Jahres-)Zeit, in der die Menschen wieder Hoffnung schöpfen und es in der Natur wieder bergauf geht. Wahrscheinlich ist es nicht umsonst, dass dieser Tag in manchen christlichen Ländern beinahe mehr als Weihnachten gefeiert wird. Schaut man auf die Legende, so folgten die Weisen wahrscheinlich nur äußerlich einem besonders leuchtenden Stern. Was könnte es denn wirklich gewesen sein? Folgten sie der Stimme ihres Herzens und dem Ruf ihrer Seele, der ihnen keine Ruhe ließ? Dem Stern ihres tiefsten Zentrums? In Anbetung des gesamten ALLs im eigenen Inneren? Und wiederspiegeln ihre Geschenke nicht ganz besonderen Eigenschaften und Wünschen? Lesen Sie weiter

Geschichte von dem Engel, der nicht singen wollte

Wie wir aus der Bibel (Lk 2,1-20) entnehmen können, war an jenem ersten Weihnachtstag auch im Himmel einiges los. Die Menge der himmlischen Heerscharen jubelte über den Feldern von Betlehem: “Ehre sei Gott in der Höhe und Friede den Menschen auf Erden!” – und wies den Hirten den Weg zum Geburtsort des Retters.

Unter ihnen war auch ein kleiner Engel, nicht so fein gekleidet, erwachsen und angepasst wie die anderen. Eher eine Art Eigenbrötler, einer, der nicht einfach alles so machte, wie es aufgetragen war, sondern eine eigenen Weg suchte und so manches in Frage stellte. Obwohl er nun mit den anderen Engeln gemeinsam flog, zum Singen war ihm irgendwie nicht zumute und so schwieg er. Eigentlich sollte sein Schweigen in dem unendlichen Chor nicht weiter auffallen, sollte man meinen, aber es machte sich doch bemerkbar. Engel singen bekanntlich in geschlossenen Reihen, und da fällt jede Lücke sogleich auf. Die Sänger neben ihm bemerkten es zuerst, stutzten und seine Stille übertrug sich auf sie. „Oh nein – der schon wieder!“ dachten manche und setzten ebenfalls den Gesang aus. Das Schweigen pflanzte sich somit rasch fort und beinahe hätte es den ganzen Chor erfasst, wenn nicht einige unbeirrbare Großengel mit kräftigem Anschwellen der Stimmen den Zusammenbruch des Gesanges verhindert hätten. Einer von ihnen ging dem gefährlichen Schweigen nach. Mit bewährtem Kopfnicken ordnete er das weitere Singen in der Umgebung und wandte sich dem kleinen Engel zu. Lesen Sie weiter

Die Legende vom 4. König

3Könige_(320_x_240)Ursprünglich machten sich vier Könige, nicht deren drei, auf den Weg, den ihnen der Stern wies. Der vierte König trug drei kostbare Edelsteine mit sich. Die anderen, das weiß jedes Kind, hatten Weihrauch, Gold und Myrrhe bei sich, so will es die Überlieferung.

Der Weg des vierten Königs trennt sich sehr bald von den drei anderen. In ihm brannte eine tiefe Sehnsucht, dem neugeborenen König zu begegnen. Er reitet als letzter, ganz in seinen Wunschtraum versunken.

Unterwegs am Straßenrand, gleichsam in der Gosse, findet er ein nacktes Knäblein, dass aus fünf Wunden blutet und dem Tode nahe ist. Der vierte König hebt es auf, bringt es in ein Dorf, wo das Kind niemand kennt. Der junge König hatte es sogleich lieb gewonnen, dass er es einer guten Frau zur Pflege gab. Und bei ihr lässt er einen Edelstein zurück, damit die Kosten für die Pflege des Kindes gesichert sind. Lesen Sie weiter

Advent – Zeit der Stille und Erwartung I

Advent_(320_x_240) (2)
Advent – damit verbinden Christen die Zeit der Erwartung auf die Geburt Jesu. Allerdings fällt es im heutigen Leben oft schwer, die nötige Ruhe für eine Besinnung zu finden. Alles scheint wie gewohnt weiter zu gehen – wenn wir es so zulassen. Warum nicht ein wenig Stille in unser Leben lassen, Momente der Besinnung und Einkehr. Dafür braucht es oft nicht einen abgeschiedenen Ort, selbst der kleinste Raum neben einer befahrenen Straße kann dies werden, wenn wir uns darauf einstellen – und einlassen. Mut haben zur Stillen und Mut haben selbst zur Stille zu kommen, für einen Moment, eine kurze Zeit, die eigene ganze Freiheit spüren – ein segensreiches Angebot der Kirche, gerade jetzt in der Adventzeit.
Eine stille Einladung!

Anselm Grün schreibt über den Stillen Raum:

Es ist der stille Raum in mir, in dem ich ganz ich selbst bin. Und es ist der Raum des Schweigens, in dem Gott selbst in mir wohnt. Dort bin ich wahrhaft frei. Dort hat keiner Macht über mich. Dort kann mich niemand verletzen. Dort bin ich heil und ganz. Für mich ist es tägliches Bedürfnis, mich hinzusetzen und zu meditieren. In der Mediation stelle ich mir vor, wie mich mein Atem und das Wort, das ich mit dem Atem verbinde, in diesen inneren Raum der Stille hineinführt. Dort haben die Menschen, die heute zu mir kommen, keinen Zutritt. Dort kann mich niemand mit seinen Wünschen und mit seinen Urteilen und Verurteilungen erreichen. Dort kann ich frei atmen. Dort bin ich allein mit meinem Gott. Das gibt meinem Leben Würde.

 

 

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